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Ein lethargisches Rubigen
Der gestrige Abend war einer dieser Abende, wie sie der EHC Rubigen in dieser Saison (zu) oft erlebt. Das Spiel von Rubigens Mannen begann mit einer Topchance, aber einmal mehr, wollte die Scheibe den Weg ins Tor nicht finden. Rubigen musste dann auch durch das ganze Spiel mit viel Aufwand Torchancen kreieren, was den Aufwand und Ertrag in einem Missverhältnis erscheinen liess.
„Der Konjunktiv sei des Trainers Tod“, hat mal ein bekannter deutscher Fussball-Trainer gesagt. Und dennoch, hätte Rubigen in den ersten Minuten einige ihrer Chancen nutzen können, dann…
Belp dagegen hatte viele gute Chancen und konnte sich oft mit zu viel Zeit und Raum in Rubigens Drittel bewegen. Und sie machten eben die Tore. Wobei festgehalten werden muss, dass von den 9 Toren Belps keines wirklich schön herausgespielt wurde. Viel zu viel gab es von dem erneut starken Rubiger Schlussmann Stalder, ein Tohuwabohu, mit dem Ergebnis, dass die Scheibe irgendwie im Tor lag. Dagegen waren von den 4 Toren der Rubiger zwei sehr schön kombiniert und herausgespielt.
Das Duell Aaretal gegen Gürbetal ist in dieser Saison nun ausgeglichen. Im ersten Aufeinandertreffen waren die Rubiger besser, dagegen war das gestrige Spiel trotz des eindeutigen Resultats ausgeglichener. Belp konnte gestern im Kampf gegen den Abstieg einen für sie sehr wichtigen Sieg einfahren. Das Belp alles gegen den Abstieg tut, sieht man auch in der Mannschaftsaufstellung. So haben seit der Rückrunde einige namhafte Akteure ihren Rücktritt unterbrochen um das Zwöi von Belp zu verstärken. Zudem kann Belp als zweite Mannschaft auf Spieler der 1. Mannschaft aus der 2. Liga zurückgreifen. Rubigen dagegen hat kein Reservoir an Spielern. Zwar haben sie in den letzten Spielen immer mit einer beachtlichen Anzahl Spielern auftreten können, aber vielleicht ist genau das das Problem, dass einige Spieler mit drei Linien nicht auf Touren kommen (wollen).
Wie dem auch sei, Rubigen zeigte Moral, indem sie nach einem 1 zu 5 Rückstand mit drei Toren innert 4 Minuten das Spiel wieder offen gestalteten. In Dieser Phase wurden die Belper sichtlich nervös und was wäre gewesen, wenn… Da sind wir wieder beim Konjunktiv. Was man sicher sagen kann ist, dass das Glück den Rubigern im Moment etwas fehlt, neben vielen anderen Eigenschaften. Da wäre zum Beispiel der totale Einsatz, alles für die Mannschaft zu geben, der manchmal etwas zu wünschen übrig lässt. Auch die Einstellung einiger Spieler hat sicher noch Steigerungspotenzial.
Nun heisst es, vorwärts schauen und in den letzten drei Spielen zu punkten, so dass diese Saison einen versöhnlichen Abschluss findet.